Bitter: A Taste of the World’s Most Dangerous Flavor

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Bitter, ist wie der Titel dieser Publikation vorausschickt, ein gefährlicher Geschmack. Die angeborene Abneigung gegen den bitteren Geschmack stellt evolutionsbedingt einen Schutz dar, weil gerade in giftigen, ungenießbaren oder unreifen Pflanzen viele Bitterstoffe enthalten sind. Scheinbar ist es genetisch, ob man bittere Geschmäcker mag. In meinem Fall kann man nur sagen nomen es omen, das Wort Bitter ziert meinen Nachnamen und ich habe schon als Kleinkind ganze Grapefruits einfach so verspeist und Unmengen an Endiviensalat mit warmen Kartoffeln und Kürbiskernöl in mich hineingeschaufelt. „Bitter“ reiht sich perfekt in die vorhergehenden legendären Kochbücher McLagans „Bones“, „Fat“ (auf Deutsch: Fett. Loblied auf eine verbotene Ingredienz) und „Odd Bits“ ein. In allen vier Büchern geht es um verpönte Lebensmittel. Der Geschmack bitter wurde im Gegensatz zu süß und salzig nach und nach aus der Kulinarik verdrängt und, sei es bei Grapefruits oder auch Gurken, einfach weggezüchtet. Dennoch hat er auch für viele seinen kulinarischen Reiz und erlebt gerade eine Art Renaissance, sei es bittere Schokolade, starker Kaffee, eigenwilliges Bier oder Bitterliköre wie etwa Suze.
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smells like queen spirit

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Ausnahmsweise stelle ich hier eine andere Leidenschaft vor. Ich liebe Parfums. Ich habe mein erstes Taschengeld für ein Fläschchen Roma von Laura Biagotti ausgegeben. Das war ca. 1992 und in meiner Klasse haben alle nach dem Zeug gerochen oder nach White Musk oder Vanille von The Body Shop. Später war es dann Jil Sander Sun und CK One. Ich weiß heute noch wie Roma gerochen hat – ekelerregend im Nachhinein betrachtet, mit einem starken Abgang süßlicher Katzenpisse. Die Bestseller heißen heute Helene Fischer (Achtung, so schlecht wie ihre Weihnachts-CD und noch dazu leberschädigend) und nach wie vor Angel von Thierry Mugler, der Duft der 90er-Jahre schlechthin, eine Zuckerwatteüberdosis für die Nase und angeblich das bestverkaufte Parfum aller Zeiten. Kein Wunder, dass immer mehr Nischenparfums aus dem Boden schießen, um dem süßen Massengeschmack etwas entgegenzusetzen. Hier zwei Empfehlungen von Labels aus Skandinavien. Wer auf Nummer Sicher gehen will, kann auch eine Auswahl von Samples (je 5 bis 10,-) bei ausliebezumduft bestellen und dem Beschenkten überlassen, welches er aussucht. 

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something by rosa mosa

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Winter is coming! Spätestens im nächsten Jahr soll es bitterkalt werden. Deswegen ist es keineswegs falsch noch aufzurüsten. Was liegt näher als ein paar warme Handschuhe? Diesen Fäustling aus nepalesischer Schafwolle schenke ich mir selbst zu Weihnachten. Nämlich morgen, wenn das japanisch-österreichische Label rosa mosa wieder seine Werkstatt öffnet.
Dort kann man auch andere Geschenke finden – auch für Foodies. Wie zum Beispiel die Kaisersemmel-Geldbörse aus der „Baked Goods“ Serie von rosa mosa (Foto unten), zu der auch eine Clutch in Brotform gehört.  Weiterlesen

COS X HAY

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Seit September gibt es die Kollaboration des dänischen Design-Unternehmens Hay mit dem schwedischen H&M-„Avantgarde“-Ableger COS in Wien, London und Göteborg zu erstehen. Wenn es ausnahmsweise und exklusiv schon Mal etwas zuerst in Wien gibt, muss man doch fast zuschlagen, traurig genug, dass der WOODWOOD-Laden wegen der modischen Ignoranz der WienerInnen zusperren musste. Abgesehen von Möbeln mit der nötigen Portion Skandischick, gibt es unzähligen kleinen Schnick Schnack von bunten Zündholzschachteln über goldene Kugelschreiber bis zu perfekt geformten Holzkämmchen. Ich habe mich vor allem in die goldenen Scheren, die Gläser mit den goldenen Böden, die Keramikdöschen, den nahezu schon klassischen HAY-Kerzenständer und die bunten Tabletts aus Metall verliebt.

COS, Neubaugasse 11, 1070 Wien Weiterlesen

Salzzitronen

Marokkanische Zitronen

Im Moment gibt es gerade wieder Meyer Lemons am Markt* und was liegt näher als sie für Weihnachten zu Salzzitronen zu verarbeiten? Meyer Lemons schmecken ein wenig nach Mandarine. Für Salzzitronen eignen sie sich vor allem wegen ihrer dünnen Schale. Ich muss gestehen, dass ich entgegen vieler eingeschworener Foodies, den klassischen Zitronengeschmack im Falle von Salzzitronen fast lieber mag. Auch die Salzzitronen, die ich aus Marokko hatte, haben eher nach „normalen“ Zitronen geschmeckt. Entscheidet selbst! Auf jeden Fall sollte man sich einmal Meyer Lemons besorgen und ein paar Rezepte damit versuchen. Inspiration findet ihr auf esskultur.at. Salzzitronen sind auch ein schönes Geschenk in Kombination mit einem orientalischen Kochbuch wie etwa Claudia Rodens „Die orientalische Küche“. Bis Weihnachten geht es sich gerade noch aus (drei Wochen ist die minimale Reifezeit). Das Rezept findet ihr hier.

*gesehen bei denn’s biomarkt und bei Adamah auf verschiedenen Märkten