Stine Goya x Kähler

stine-goya-for-kahler-01Die meisten kennen Stine Goya als Modedesignerin. Für das Unternehmen Kähler hat sie nun mit Keramik gearbeitet. Die Serie mit dem Titel „Fiora“ überzeugt wie Goyas Mode mit Mustern, hervorstechenden Silhouetten und ungewöhnlichen Farben. Der Stil beschwört gleichzeitig die 1950er-Jahre, aber auch die derzeit omnipräsenten 1980er-Jahre (fast bin ich schon wieder bereit für ein Memphis-Regal) herauf. Printmuster in Pastellfarben gehören zu fast allen Kollektionen der dänischen Modedesignerin seit sie ihr gleichnamiges Label 2006 gegründet hat, so finden sie sich auch auf den Gefässen. Besonders interessant sind auch die ungewöhnlichen Größen von „Fiora“, sie gehören zur Unternehmensgeschichte von Kähler, das in den 1960er-Jahren mit dem Volumen seiner Vasen, Schalen und Kerzenhalter experimentierte.  Weiterlesen

Rhabarbermarmelade mit Kardamom und Rose

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Streng genommen, ist das keine Marmelade, sie ist relativ flüssig und ich esse sie meist zu griechischem Joghurt. Es ist die minimale Abwandlung eines Rezeptes von Diana Henry. Henry verwendet die Marmelade mit Mascarpone auch als Fülle für Kuchen (Roulade oder Victoria Sponge bieten sich hier an) oder zu Milchreis. Man kann statt mit Kardamom auch mit Holunder, Orange oder Ingwer experimentieren, von Vanille rate ich aus Erfahrung ab. Im Unterschied zu Diana Henry verwende ich keinen normalen Gelierzucker, sondern die 2:1- Variante.

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Rajasthan limited

Freitagsmoschee Delhi

Delhi, Freitagsmoschee, die größte Moschee Indiens

Delhi

Unsere Reise beginnt in Delhi, das streng genommen nicht in Rajasthan liegt, aber für die meisten der Beginn der Route über Agra nach Jaipur ist. Es gibt Direktflüge von Wien nach Delhi und man ist in nur 8 Stunden in der Hauptstadt Indiens. Die Megastadt zählt an die 11 Millionen Einwohner. Wir sind nur einen Tag hier und den Jetlag spüre ich gar nicht – es sind auch nur 4 Stunden Zeitunterschied. Untergebracht sind wir im Shangri La Eros Hotel, das weniger durch die Zimmer besticht, als durch ein phänomenales Frühstück und die Aussicht auf einen wunderbaren Garten mit Papageien und Pool. Weiterlesen

Blutorangen-Campari-Kuchen

Blutorangencamparikuchen

Der Blutorangen-Campari-Kuchen ist ein Rezept aus Russell Normans Kochbuch Polpo (dt. Die venezianische Küche), das ich immer wieder nur empfehlen kann. Die Bruschette mit Weintrauben und Ziegenkäse alleine sind die Anschaffung wert. Übrigens ist vor ein paar Monaten der Nachfolger Spuntino erschienen, der mit sensationellen Pizzarezepten überzeugt und wirklich umwerfenden Drinks, wobei es mir ein Cocktail namens Cynar Fizz am meisten angetan hat. Russel Norman und ich haben eines gemeinsam: die Liebe zu bitteren Geschmacksnoten (siehe auch mein voriger Post). Der folgende Kuchen ist einfach zuzubereiten. Man braucht nicht Mal einen Mixer, die Schwierigkeit ist die Backdauer herauszufinden und wie stark man den Sirup einkocht. Ich habe mir mit beidem etwas schwer getan, aber es hat letztlich geklappt. Was herauskommt, ist ein überraschend saftiger Grießkuchen mit einer ungewöhnlichen Camparinote und grellorange-roter Glasur.  Weiterlesen

Bitter: A Taste of the World’s Most Dangerous Flavor

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Bitter, ist wie der Titel dieser Publikation vorausschickt, ein gefährlicher Geschmack. Die angeborene Abneigung gegen den bitteren Geschmack stellt evolutionsbedingt einen Schutz dar, weil gerade in giftigen, ungenießbaren oder unreifen Pflanzen viele Bitterstoffe enthalten sind. Scheinbar ist es genetisch, ob man bittere Geschmäcker mag. In meinem Fall kann man nur sagen nomen es omen, das Wort Bitter ziert meinen Nachnamen und ich habe schon als Kleinkind ganze Grapefruits einfach so verspeist und Unmengen an Endiviensalat mit warmen Kartoffeln und Kürbiskernöl in mich hineingeschaufelt. „Bitter“ reiht sich perfekt in die vorhergehenden legendären Kochbücher McLagans „Bones“, „Fat“ (auf Deutsch: Fett. Loblied auf eine verbotene Ingredienz) und „Odd Bits“ ein. In allen vier Büchern geht es um verpönte Lebensmittel. Der Geschmack bitter wurde im Gegensatz zu süß und salzig nach und nach aus der Kulinarik verdrängt und, sei es bei Grapefruits oder auch Gurken, einfach weggezüchtet. Dennoch hat er auch für viele seinen kulinarischen Reiz und erlebt gerade eine Art Renaissance, sei es bittere Schokolade, starker Kaffee, eigenwilliges Bier oder Bitterliköre wie etwa Suze.
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