Halva

Halva

Manchmal denke ich, dass ich unmöglich mit meiner Familie verwandt sein kann. Meine Eltern und meine Schwester lieben Süßes, sie sind richtiggehend süchtig danach. Meine Schwester hat schlechte Laune, wenn sie nicht spätestens um vier Uhr ihre Portion Schokoladekekse bekommt, meine Mutter verputzt abends beim Fernsehen allein eine Tafel Schokolade und mein Vater kann Hunderte Krowki (polnische Milchkaramellbonbons) und eine ganze Packung Halva auf einmal essen. Ich hingegen schaffe kaum ein Stück Schokoladekuchen. Dafür esse ich die doppelte Portion Schweinsbraten, Schnitzel oder Pasta.

Trotzdem wollte ich meiner Familie zu Ehren einmal etwas Süßes zubereiten, und zwar Halva. Das Rezept habe ich bei Silvena Rowe in ihrem neuen Kochbuch Granatapfel, Sumach und Zitrusduft gefunden. Die Zubereitung, wie Rowe sie beschreibt, hat bei mir nicht wirklich funktioniert, letztendlich habe ich es aber geschafft. Das Ergebnis hat ausgezeichnet geschmeckt und das Rezept lässt sich auch wunderbar variieren. Man kann hier ruhig mit den unterschiedlichsten Gewürzen experimentieren. Neben Safran kann man Kardamon, Vanille, Zimt oder Rosenwasser verwenden.

Rezept

½ TL Safran
2 TL heiße Milch
450 ml Milch
200 g Zucker
90 g Butter
150 g Grieß
Mandelblätter oder gehackte ungesalzene Pistazien

Die Safranfäden in die heiße Milch geben und 30 Minuten ziehen lassen. Die restliche Milch mit Zucker bei mittlerer Hitze erwärmen, bis sich der Zucker auflöst. Die Hitze verringern, aber darauf achten, dass die Mixtur warm bleibt. In einer Pfanne Butter zerlassen, den Grieß dazugeben und bei niedriger Hitze unter ständigem Rühren 20 Minuten goldbraun werden lassen. Die Milch mit den Safranfäden zu dem Zucker-Milch-Gemisch hinzufügen und anschließend den Grieß einrühren. So lange auf niedriger Hitze köcheln lassen, bis der Grieß die Milch aufgesogen und eine körnige Konsistenz angenommen hat. Mit Mandeln oder Pistazien bestreut servieren.

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