Köttbullar – Schwedische Fleischbällchen


Wenn ich etwas über schwedisches Essen höre, muss ich zuerst immer an den schwedischen Chefkoch der Muppets denken, den ich als Kind gerne imitiert habe, indem ich mit dem Kochlöffel in der Luft rührend ununterbrochen „Smörebröd, Smörebröd, bröm, bröm, bröm, bröm“ gegrölt habe. Heute ist unser Bild von Schweden nicht unwesentlich von IKEA geprägt und jeder kennt die kleinen Fleischkugeln, die man dort bekommt. Ich liebe dieses typische Kinderessen, das übrigens das Lieblingsgericht Karlssons vom Dach von Astrid Lindgren ist. Selbstgemachte Köttbullar sind natürlich viel besser als die Fertigware des schwedischen Möbelriesen. Das folgende Rezept ist eine Abwandlung eines Rezepts von Tessa Kiros. Das Außergewöhnliche an Kiros’ Rezept ist der viele Piment, der schon unseren finnischen Eintopf mit einer unverkennbaren Note versehen hat. Statt roter Zwiebel nehme ich weiße, sie wird einfach weicher und süßer, und den Sauerrahm ersetze ich durch Sahne. Ich kann nachvollziehen, dass vielen eine mit Mehl gebundene Sahnesauce zuwider ist, aber ich möchte sie keinesfalls missen.

Rezept
1 kg Faschiertes, gemischt
1 Ei
3 Scheiben Weißbrot ohne Rinde
160 ml Milch
1 Zwiebel, fein gehackt
2 TL Piment, frisch gemahlen
Salz und Pfeffer
1 Becher Sahne
1 EL Mehl
Butter und Olivenöl

Preiselbeermarmelade
Kartoffeln

Das Weißbrot etwa 30 Minuten in Milch einweichen, dann mit dem Faschierten, dem Ei, der Zwiebel und den Gewürzen vermischen. Kleine Bällchen formen. In einer Pfanne etwa 3 EL Butter und 2 EL Olivenöl erhitzen, darin die Bällchen in mehreren Portionen braten, bis sie rundum braun sind. Die Bällchen in einen großen Topf geben. In der Pfanne etwa 2 EL Butter erhitzen, das Mehl dazugeben und eine Einbrenn (dt. Mehlschwitze) machen, diese mit einem halben Liter heißem Wasser aufgießen. Sahne dazugeben und über die Bällchen gießen. Das Ganze ca. 15 Minuten kochen. Mit Salzkartoffeln und Preiselbeermarmelade servieren.

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