Rakkyo to tori-niku Soboro – Pfannengerührtes Geflügelhackfleisch mit Rakkyo

Ich hatte vor der japanischen Küche immer großen Respekt. Sie schien mir so verfeinert, so elaboriert und ausgefeilt, dass ich lieber meine plumpen Finger von ihr ließ. War ich überhaupt geschickt genug, diese kleinen Kunstwerke zu basteln? Als ich dann vor zwei Jahren in Tokio war, bemerkte ich erst: Es gibt ja auch so etwas wie japanische Hausmannskost – simple Suppentöpfe und Reisschüsseln mit Fisch, Gemüse oder Fleisch. Zu Hause fiel mir dann das Kochbuch Die japanische Küche von Kimiko Barber in die Hände. Es sollte eines meiner absoluten Lieblingskochbücher werden: Es ist nach Zutaten geordnet und man lernt enorm viel. Aber vor allem: Die meisten Rezepte gehen blitzschnell, hat man erst einmal einen gewissen Grundvorrat an Lebensmitteln aus dem Asiashop nach Hause geschleppt. Eines meiner liebsten Schnellgerichte ist Rakkyo to tori-niku Soboro – pfannengerührtes Geflügelhackfleisch mit Rakkyo. Rakkyo sind kleine eingelegte Zwiebeln, die man meist im Asiashop im Kühlfach findet. Sie geben dem Gericht eine wunderbar säuerliche Note.

Rezept für 4 Personen

100 g Rakkyo
1 EL Öl
250 g Huhn
1 roter Chili, entkernt und fein gehackt
1 EL Sake
2 EL Mirin
3 EL Sojasauce
3 EL der Zwiebelflüssigkeit
4 Schalen Sushi-Reis

Über meine Methode, den Sushi-Reis zuzubereiten, wäre jeder Japaner entsetzt: Ohne ihn zu waschen gebe ich ihn in den Reiskocher, wenn er fertig ist, kommt einfach ein bisschen Zucker und Salz dazu und rund 4 EL japanischer Reisessig. Während der Reis kocht, schneide ich das Hühnerfleisch in kleine Würfel – muss aber nicht allzu fein sein – und brate es in einer Pfanne an. Während das Fleisch brät, hacke ich die Zwiebelchen und eine frische Chilischote. Ist das Fleisch durch, kommen Sake, Mirin und Sojasauce dazu sowie 3 EL der Flüssigkeit, in der die Zwiebeln eingelegt waren (muss aber nicht sein – falls es einem zu sauer ist, beim nächsten Mal einfach weglassen). Gut verrühren, den Herd abschalten und dann die Zwiebeln dazu. Auf dem Reis anrichten.

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