11 Fragen zu meinen Trinkgewohnheiten: Retox-Detox

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Als ich vor etwa einer Woche das Rezept für den Cocktail Russian Breakfast von Tobias Müller im Standard entdeckt habe, habe ich mich entschlossen, mich einmal wieder mit dem Thema Cocktails – oder wenn man will „Drinks“ – zu beschäftigen. Das Russische Frühstück werde ich wahrscheinlich auslassen, da die Mischung aus Tein mit Alkohol mir schon einmal – in Form eines selbst gemixten Cocktails aus Matcha, Vodka und Salbei – eine schlaflose Nacht beschert hat. Seit heute besitze ich meinen ersten Boston Shaker und das von Tobias Müller empfohlene Buch Liquid Intelligence, deswegen spricht eigentlich nichts gegen die Aufforderung von Katharina von esskultur 11 Fragen zu meinen Trinkgewohnheiten – eine Art Kettenbrief, den ich nicht weiter geben werde, weil ich Kettenbriefe verabscheue – zu beantworten.

Was ist dein liebster Drink?

Negroni, ich liebe bittere Geschmacksnoten.

Wann hast du das erste mal Alkohol getrunken?

Mit acht Jahren habe ich meine ganze Freizeit bei meiner Freundin Heidi verbracht. Sie kam von einem kleinen, traditionellen Bauernhof in der Steiermark (mit Plumpsklo). Das Bauernleben war mein Kindheitstraum. Ich habe tagelang beim Heurechen oder beim Kürbiskernputzen (die Kürbiskerne aus dem Kürbis lösen) geholfen. Zu trinken gab es für uns Kinder ausschließlich und unbegrenzt Most mit Wasser aufgespritzt. Ob ich je davon betrunken war, kann ich nicht beurteilen. Verherrlichen möchte ich das aber nicht. Alkoholismus ist in der Südoststeiermark ein Problem, das gerne bagatellisiert wird.

Welchen Drink hast du am meisten bereut?

In Sachen Alkohol bin ich sicher kein Genussmensch, neige eher zum Binge-Drinking. Ich habe nicht nur einen Drink in meinem Leben bereut und das, was ich danach gesagt oder getan habe. Aber man sagt mir nach, dass ich auch ohne Alkoholeinfluss ein loses Mundwerk habe.

Bar oder Beisl?

Bar, Beisl und Tschocherl!

Champagner oder Schaumwein?

Wie beim Essen bin ich einerseits sehr kompliziert, aber auch bodenständig und einfach gestrickt. Deswegen: Beides. Ist Sparkling Sake eigentlich Schaumwein? Der im Unkai ist auf jeden Fall sehr zu empfehlen.

Mit wem würdest du gerne trinken?

Stefanie Sargnagel.

Bei wem würdest du gerne trinken?

Bei Magnus Nilsson im Fäviken (etwa fermentierten Rhabarbersaft mit Gin) oder im Momofuko (etwa einen Seven Spice Sour aus Sake, Yuzu, Limette und Shichimi). Noch lieber würde ich aber  mit dem Team von Fäviken „backstage“ Pizza Hawaii essen und einen Singapore Sling trinken wie sie ihn Magnus Nilsson unlängst auf Instagram gepostet hat: In einer ausgehöhlten Ananas mit bunten Plastikstrohhalmen und Papierschirmchen. Der regionale Purismus schürt scheinbar exotische Sehnsüchte im Team von Fäviken.

Wie sieht deine Home Bar aus?

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Immer vorhanden: Old Overholt für einen Old Fashioned, Hendrick’s Gin, Cointreau (für White Lady, ein süßer trashiger Drink aus den 1980ern, dazu Club Tropicana von Wham! hören) Pastis, Campari & Martini Rosso (für Negroni), Averna, Cynar, Suze u.v.m. aber nichts besonders Erwähnenswertes. Ein paar Exoten noch wie Mastixlikör (das Harz aus Chios) oder Shōchū, den ich gerne pur trinke oder als Japanische Bloody Mary und extrem guten Cognac „Qvint“ aus Transnistrien. Fernet Branca und Crème de Menthe für meinen „Dr. Henderson“ nach Fergus Henderson. Dann noch ein paar Whiskeys wie Nikka Whisky from the Barrel oder Auchenthoshan und einige andere.

Beschreib deine Eiswürfel.

Seit ich unlängst bei Freunden war, die „Profiware“ (fertig gekauft beim Großhändler) verwendet haben, kann ich an Nichts anderes mehr denken. Es macht einen so unglaublichen Unterschied. Außerdem habe ich mir für meinen Old Fashioned eine Form für riesige Eiskugeln von Muji zugelegt.

Was ist deine Gin-&-Tonic-Empfehlung?

Das Fentimans Tonic kann man schon gelten lassen, auch die Rosenlimonade in Kombination mit Gin. Hendrick’s ist mein Favorit in Sachen Gin, soll es noch würziger sein dann Monkey 47 aus dem Schwarzwald. Ein empfehlenswertes Experiment ist Heston Blumenthals Spiced Gin & Tonic. Gin wird mit Wacholderbeeren, Koriander- und Fenchelsamen kurz aufgekocht und anschließend mit Streifen unbehandelter Zitronenschale im Kühlschrank zwei Stunden gekühlt und dann mit Tonic aufgegossen. Ein weiteres Highlight sind Eiswürfel aus frischem Gurkensaft im Gin Tonic.

Wie bekämpfst du deinen Hangover?

Wasser und ein Schnitzel im Tschocherl nebenan. Mein Leben ist ein einziges Detox-Retox.

2 Gedanken zu „11 Fragen zu meinen Trinkgewohnheiten: Retox-Detox

  1. Carla

    Hey! Inwiefern beeinflusst das Aufkochen den Alkoholgehalt? Die Idee mit den Gurkensafteiswürfeln merke ich mir. Tust Du die Gurken in den Entsafter?

    Viele liebe Grüße aus Berlin!

    Carla

  2. Helma Artikelautor

    Das Aufkochen vom Gin macht fast nichts, es soll natürlich möglichst kurz sein, denke erhitzen tut es auch, wenn man ihn lange genug ziehen lässt. Ich habe leider keinen Entsafter, ich reibe die Gurken und tropfe sie über einem Sieb ab. Achtung: Die Eiswürfel halten aber nicht sehr lange! Am besten immer frisch machen!

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