Christmas Pudding

Canteen Cookbook - Great British Food  Canteen Cookbook - Great British Food

Vor genau 5 Jahren haben wir Hungry Eyes mit einem Grießpudding begonnen. Deswegen hier zum Jubiläum ein Puddingrezept passend zur Jahreszeit. Es ist zugleich der Auftakt meiner jährlichen Weihnachtsgeschenketipps. Für mich gibt es seit drei Jahren nichts Schöneres zu Weihnachten als britischen Christmas Pudding. Ich mache ihn nur einmal im Jahr – so wie es sich gehört. Viele werden die Nase rümpfen, wenn sie die Zutatenliste sehen: Eine Unmenge an Rosinen? Aber man muss sich das Endergebnis vor Augen führen: In Brandy und Butter erweichte warme Trockenfrüchte mit feinen Gewürzen wie Kardamom, Nelke und Zimt. Und dann noch am Tisch flambieren: Festlicher geht nicht!

Natürlich wird man nicht alle von dem britischen Weihnachtsklassiker überzeugen können, aber es lohnt sich, es zu versuchen. Hier ein Rezept, das eine leicht abgewandelte Version von Yvette Van Bovens „Schnellem Christmas Pudding“ ist. Warum schnell: Ein Christmas Pudding wird traditionell am letzten Sonntag vor Advent zubereitet, meist zwei davon, denn einer wird im selben Jahr gegessen, der andere fürs nächste Jahr aufgehoben. Der traditionelle Christmaspudding wird allerdings mit Rindernierenfett zubereitet. Hier ein interessanter Link zur Selbstherstellung. Zur Zeit Oliver Cromwells und des Puritanismus gehörte dieser Pudding zu den weihnachtlichen Traditionen, die in England offiziell verboten wurden. Verbote haben schon immer wahre Sehnsüchte erschaffen. Da ich meinen Christmaspudding mit Butter zubereite, lagere ich ihn maximal einen Monat. Dabei füttere ich ihn alle paar Tage mit Alkohol. Man kann ihn aber getrost am selben Tag zubereiten. Übrigens: Inklusive der Förmchen – ich verwende kleine Emaille-Förmchen von Falcon Enamel Ware – ein ein wunderbares Weihnachtsgeschenk.

Rezept
100g Mehl
½ EL Zimt
½ EL Ingwerpulver
¼ TL Messerspitze Kardamom
¼ TL Messerspitze Nelke
1 Prise Muskatnuss
100 g Semmelbrösel
100 g brauner Zucker
150 g kalte Butter
150 g Rosinen
150 g Korinthen
50 g Sukkade / Variante II: mit Orangeat ersetzen
100 g Datteln
50 g Honig
1 Bio Zitrone / Variante II: mit Orange ersetzen
2 Eier
60 ml Brandy

Den Ofen auf 180 Grad vorheizen. Einen Bräter, der mit ¾ Wasser gefüllt ist, auf die zweite Schiene von unten stellen. Mehl, Gewürze und Salz in eine Schüssel sieben. Brösel und Zucker hinzufügen und die Butter hineinkneten. Die Trockenfrüchte hinzufügen. Zitronenschale und Saft mit Eiern, Honig und Brandy verquirlen und mit dem Teig verrühren. Die Masse nach Belieben auf eingefettete Puddingformen verteilen (2 Formen zu 500 ml, oder 4 zu 250 ml oder was auch immer). Dabei 1 cm Abstand zum Rand lassen. Wer will, kann, wie es die Tradition verlangt, auch eine Münze im Teig versenken. Die Formen mit Backpapier abdecken und verschnüren. Dann als Ganzes mit einer doppelten Lage Alufolie einpacken und ins Wasserbad im Ofen setzen und ca. 2 ½ Stunden backen. Entweder sofort verspeisen oder noch bis Weihnachten lagern und nach Wunsch mit Alkohol anfüttern. Dieses Jahr werde ich auch ein wenig experimentieren und ein paar Anleihen bei Nigel Slater nehmen und das Ingwerpulver mit kandiertem Ingwer ersetzen. Hier sein legendäres Rezept, das, wie es sich für einen Engländer gehört mit Rindernierenfett zubereitet wird.

Zum Aufwärmen ca. 20 Minuten bei 180 Grad im Wasserbad erwärmen. Für ein echtes Downton-Abbey-Flair flambiere ich meinen (ohnehin schon alkoholtriefenden) Christmaspudding zu Weihnachten. Dazu ein paar EL Brandy über den gestürzten Pudding gießen und anzünden.

Auf keinen Fall die Brandybutter dazu vergessen! Dafür 100 g Butter mit 100 g Staubzucker verrühren – das funktioniert mit dem Mixer oder Holzlöffel – und dann mit einem EL heißem Wasser und 2 EL Brandy weiterschlagen. In den Kühlschrank stellen. Die Butter hält sich gekühlt gelagert ein paar Tage.

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