Blutorangen-Campari-Kuchen

Blutorangencamparikuchen

Der Blutorangen-Campari-Kuchen ist ein Rezept aus Russell Normans Kochbuch Polpo (dt. Die venezianische Küche), das ich immer wieder nur empfehlen kann. Die Bruschette mit Weintrauben und Ziegenkäse alleine sind die Anschaffung wert. Übrigens ist vor ein paar Monaten der Nachfolger Spuntino erschienen, der mit sensationellen Pizzarezepten überzeugt und wirklich umwerfenden Drinks, wobei es mir ein Cocktail namens Cynar Fizz am meisten angetan hat. Russel Norman und ich haben eines gemeinsam: die Liebe zu bitteren Geschmacksnoten (siehe auch mein voriger Post). Der folgende Kuchen ist einfach zuzubereiten. Man braucht nicht Mal einen Mixer, die Schwierigkeit ist die Backdauer herauszufinden und wie stark man den Sirup einkocht. Ich habe mir mit beidem etwas schwer getan, aber es hat letztlich geklappt. Was herauskommt, ist ein überraschend saftiger Grießkuchen mit einer ungewöhnlichen Camparinote und grellorange-roter Glasur. 

Rezept

8 Blutorangen
350 g griechischer Joghurt (Total ist mein Favorit)
600 g Feinkristallzucker
4 Bio-Eier M
250 g Butter, geschmolzen und abgekühlt
350 g Weizengrieß
100 g geschälte gemahlene Mandeln
100 ml Campari

Den Ofen auf 180 ° C vorheizen. Zunächst die verquirlten Eier mit 300 g Zucker und dem Joghurt vermischen. Danach die Butter, die Zesten von vier Blutorangen sowie Grieß und Mandeln hinzufügen. In eine gefettete Kuchenform (23 cm Durchmesser wären ideal) füllen und den Kuchen so lange backen bis der „Holzstäbchentest“ beweist, dass der Kuchen fertig ist. Einfach nach 20 Minuten ein Holzstäbchen in die Kuchenmitte stecken und wieder herausziehen: Bleibt Teig hängen, dann noch weiterbacken. Das dauert bis zu 45 Minuten, manche behaupten sogar eine Stunde. Währenddessen den restlichen Zucker mit dem Saft der acht Orangen und dem Campari zu einem mitteldicken Sirup einkochen. Dabei immer wieder den Schaum abschöpfen. Am besten testet man die Konsistenz des Sirups wie beim Marmeladekochen, indem man einen kleinen Löffel auf einen gekühlten Teller gibt. Den noch warmen Kuchen mit einem Zahnstocher einstechen und den Sirup nach und nach darüber verteilen. Der Kuchen kann sofort gegessen werden, ich fand ihn allerdings nach ein paar Tagen noch besser. Dazu passt Vanilleeis.

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