Minsk – Monumentale Musterstadt

Architektonisch beeindruckend ist auch der Bahnhof von Minsk mit seiner Glasfassade. Und nicht ganz zentral, aber gut mit der U-Bahn zu erreichen ist der neue Prachtbau, die wie ein Diamant aussehende Nationalbibliothek. 2006 wurde sie eröffnet. Das Gebäude wurde schnell hochgezogen, was die Qualität betrifft, haben manche ihre Zweifel. Auch was die Ästhetik betrifft: Artur Klinau findet das Gebäude puren Kitsch. Die Fahrt an die Peripherie lohnt sich auch deshalb, weil dort Plattenbauten mit prächtigen Mosaiken stehen. Enttäuschend hingegen ist der Markt, der vor dem 1954 erbauten Dinamo-Stadion stattfindet, außer Vietnam-Schrott findet man wenig, außer, man sucht CD- und Filmraubkopien. Aber das Stadion sollte man auf jeden Fall anschauen.

Fazit: Weißrussland war für mich ein ziemlich einfacher und faszinierender Einstieg in die Welt der „Schurkenstaaten“. Minsk habe ich als freundliche Stadt erlebt, in der es architektonisch viel zu sehen gibt. Die Stadt ist ideal zu Fuß zu erkunden. Und das Beste: Anderen Touristen wird man dabei kaum begegnen. Wie sich die Situation – und der Frust der Menschen – in den letzten Jahren verändert hat, kann ich nicht beurteilen. Aber: Ich finde, man sollte hinfahren, selber sehen, mit den Leuten reden – und Weißrussland nicht weiterhin einen blinden Fleck in Europa sein lassen.

Die besten Reiseinfos bietet der Gratis-Online-Guide In Your Pocket. Leider wurde Minsk gerade entfernt, es ist wohl ein neuer Belarus-Führer in Vorbereitung.
Noch mehr Minsk-Fotos gibt es auf  Hungry Eyes Flickr Profil

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Connect with Facebook

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>