Blinis, Kaviar und vegetarische Beilagen für Möchtegern-OligarchInnen

Ob Palatschinken, Crepes oder Blinis flache Teigkuchen, die in der Pfanne gebacken werden, erfreuen sich seit Ewigkeiten größter Beliebtheit. Das liegt nicht nur an der einfachen Zubereitung, sondern auch an ihrer Vielseitigkeit. Meine französischen MitstudentInnen waren jedoch erschüttert (und das im Land der Crepes), als ich Ihnen von der österreichischen Angewohnheit erzählte, Palatschinken in Form von Frittaten Suppen beizugeben. Dabei ist das meiner Meinung nach eine der besten Suppeneinlagen der Welt.

Eine weitere, von mir favorisierte Variante der Palatschinken sind russische Blinis. Traditionellerweise wurden Blinis in Russland kurz vor Beginn der Fastenzeit gegessen. Während der sogenannten Butterwoche wurde noch einmal üppig geschlemmt, das sollte angeblich auch den Winter vertreiben. In dem 1971 erschienenem Time-Life-Kochbuch Die Küche in Rußland aus Helmas Kochbuchsammlung konstatieren die Autoren betrübt, dass diese alten Traditionen immer mehr an Bedeutung verlieren. 2010 preist die New York Times Blinis als das perfekte Silvesteressen an. Da wollen wir mit unserem russischen Geheimrezepten nicht vor den Berg halten.

Für etwa 20 Stück
160g Weizenmehl (Typ universal, oder traditionell Buchweizenmehl)
160ml Milch
1 EL Zucker
2 Eier
½ Päckchen Trockenhefe
1 EL Sauerrahm

Trockenhefe, Mehl, Zucker und Salz mischen. Lauwarme Milch mit den zwei Eigelb verrühren. Mehlgemisch einrühren bis ein glatter Teig entsteht. Etwa eine Stunde gehen lassen. Den Sauerrahm unter den Teig mischen. Die Eiweiße steif schlagen. Unter den Teig heben. Eine Pfanne bei mittlerer Hitze mit einem Butter-Öl Gemisch oder geklärter Butter benetzen und etwa zwei Löffel Teig pro Blini in die Pfanne setzen. Auf jeder Seite goldbraun braten.

Als Belag eigenen sich Räucherlachs, Kaviar, Taramasalata oder auch folgende vegetarische Varianten – dazu jeweils ein Klecks Sauerrahm.

Rote-Rüben-Belag
4 gekochte Rote Rüben
5 Medjoul Datteln
2 EL Cognac
3 Knoblauchzehen
Saft von einer Zitrone
60g gehackte Walnüsse
Salz und Pfeffer

Die Datteln im aufgewärmten Cognac eine Stunde einweichen und hacken. Mit den geschälten, grob gewürfelten Roten Rüben und dem gehackten Knoblauch pürieren. Dann den Zitronensaft und die Walnüsse hinzufügen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Auberginen-Nuss-Belag
2 Auberginen
2 El Granatapfelsirup
2 Knoblauchzehen
4 El Olivenöl
1 halbes Bund Petersilie
Salz und Pfeffer
50 g Walnüsse
Saft von einer Zitrone

Die Auberginen längs in etwa ½ cm breite Scheiben schneiden. Auf ein Backblech legen und mit 2 EL Olivenöl beträufeln. Etwa 15 Minuten bei 200 Grad in den Ofen schieben. Aus dem Ofen nehmen, mit dem Granatapfelsaft vermischen. Nach dem Abkühlen fein hacken, dabei harte Teile der Schale entfernen. Den Zitronensaft, den gehackten Knoblauch, das restliche Olivenöl und die Walnusskerne unterrühren. Die Petersilie fein hacken und unterrühren.

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