Archiv für den Autor: Karin

Holunderblütensirup – Sonne im Glas

Ich stehe der neuen Häuslichkeit eher skeptisch gegenüber. Mich irritiert wie unpraktisch und versnobt der Hang zum Selbermachen mitunter ist. Da kaufen Städter Marillen im Supermarkt, um dann Marmeladen herzustellen, die zwar teurer als die vom Profi sind, aber viel weniger können. Vielleicht stört mich diese luxuriöse Variante dieses Do-it-yourself-Gedankens auch, weil ich vom Land komme, da ist man viel pragmatischer. Da kocht man ein, weil das Obst sonst verderben würde. Deshalb gilt für mich: Wenn schon selbst gemacht, dann bitte auch selbst gesammelt. Holunderblüten-Sirup haben schon meine Großeltern angesetzt, der Baum stand in unserem Garten und duftete herrlich. Ich mochte gebackene Holunderblüten. Am liebsten aber war mir der Sirup. Weiterlesen

On the Rocks: Grönland macht süchtig

Keine Reise hat mich so verändert wie die nach Grönland. Früher habe ich mich auf den Sommer wahnsinnig gefreut, heute kommt mir der hellste Sonnentag im Vergleich zur glasklaren und extremen Wintersonne in der Arktis dunkel vor. Ich freue mich schon im Sommer auf den nächsten Winter, auf die klirrende, trockene Kälte. Und ich plane schon jetzt meine nächsten Reisen in die Arktis und die Antarktis. Auf jedem Prospekt für eine Arktis-Reise müsste also stehen: Achtung Suchtgefahr! Weiterlesen

Drink pink! Frittierter Salbei und Champagner



Ich finde, die letzten Sommertage dieses Jahres muss man einfach feiern! Am besten mit guten Freunden und reichlich Champagner oder Sekt. Auf meiner Terrasse wuchert gerade der Salbei, und das bietet mir die ideale Gelegenheit, meinen Lieblingssnack vorzustellen. Ich reiche ihn gerne meinen Gästen, während das Essen noch köchelt: frittierte Salbeiblätter. Das geht schnell, der Salbei wird in einer Art Palatschinkenteig in Olivenöl frittiert und dann noch heiß zum Aperitif gereicht. Weiterlesen

Viva Mexico! – Streetfood aus Mexiko aus der eigenen Küche

Ich muss zugeben: Die Küche Mexikos hat mich bisher nicht sonderlich interessiert. Die wenigen Wiener Restaurants schienen mir überteuert dafür, dass viele Gerichte doch sehr billig herzustellen sind – Burritos und Enchiladas sind letztendlich nur Fastfood. Außerdem hatte ich beim Selberkochen immer Angst, dass die Rezepte doch recht aufwendig sind. Und nicht zuletzt: Mexikanische Küche gilt nicht gerade als Dünnmacherin, schwer und fettig (Mais!) stellt man sich das Essen vor. Ein Kochbuch hat mich vom Gegenteil überzeugt: Thomasina Miers Mexikanisch kochen ganz einfach hält, was es verspricht. Weiterlesen

Die Architekturführer des Verlags DOM publishers & 2 Fotobände zum Thema Architektur im Osten



Herkömmliche Reiseführer decken meine Bedürfnisse oft nicht ab. Sie zeigen ein paar markante Gebäude, die typischen architektonischen Touristenhighlights, der Großteil der architektonischen Geschichte einer Stadt bleibt aber meistens unerwähnt. Ohne den großartigen Fotoband CCCP – Cosmic Communist Constructions Photographed wäre ich in Kasachstan (Artikel folgt) an vielen Gebäuden unwissend vorbeigelaufen. Weiterlesen